Der Verband der Theaterautor:innen dient der Förderung des zeitgenössischen Theatertexts und seiner Autor:innen. Er verfolgt das Ziel, den gesellschaftlichen Stellenwert und die Sichtbarkeit des Theatertextes sowohl in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit, als auch innerhalb des Theaterbetriebs zu fördern. Unter einem sich stets weiterentwickelnden Autor:innenbegriff versammelt er Theaterautor:innen über alle Form-, Stil-, Gattungs-, Genre- sowie Sprachgrenzen von Theatertexten hinweg. Er vetritt die beruflichen Interessen aller Theaterautor:innen.

Der Verband der Theaterautor:innen wurde am 02. Oktober 2020 im Berliner Theater Grips gegründet.

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Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand des Verbandes der Theaterautor:innen auf die Dauer von 2 Jahren.

 

Der jetzige Vorstand wurde von der Gründungskomission am 02. Oktober 2020 in Berlin gewählt. Er besteht aus Paul Brodowsky, David Gieselmann, Maxi Obexer, Ulrike Syha und Felicia Zeller.

1. Vorsitzender:

David Gieselmann

David Gieselmann ist in Köln geboren und in Darmstadt aufgewachsen. Er studierte von 1994 bis 1998 Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin und inszenierte zu der Zeit erste eigene Stücke in der freien Theaterszene Berlins. Am Londoner Royal Court Theatre wurde 2000 sein Stück Herr Kolpert uraufgeführt, das auf zahlreichen deutschen Bühnen sowie u.a. in Skandinavien, Italien, Griechenland, Frankreich, Polen, Australien und den USA nachgespielt wurde. Gieselmann hat mehr als 20 Stücke geschrieben, zuletzt „Spin“ im Auftrag des Theater Bielefeld, mit dem ihm eine achtjährige Zusammenarbeit verbindet. David Gieselmann lebt mit Familie in Hamburg.

2. Vorsitzende:

Maxi Obexer

 

Theaterautorin und Schriftstellerin, wuchs in Südtirol / Italien auf, sie lebt in Berlin. Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Philosophie und Theaterwissenschaft. Für ihre vielfach politischen Werke erhielt sie u.a. den Robert Geisendörfer Preis, den Eurodram-Preis für „Illegale Helfer“, sowie für „Gehen und Bleiben“ die Auszeichnung für das beste Potsdamer Theaterprojekt 2017. Zu ihren jüngsten Werken gehört „Verlorene Kämpfer. Vom Ende der RAF“ (2019) und „Wenn wir lieben“ (2020). Gastprofessorin an der Universität der Künste Berlin, am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an etlichen US-Amerikanischen Universitäten, u.a. am Dartmouth College (NH) und an der Georgetown University in Washington DC. Gründerin des Neuen Instituts für Dramatisches Schreiben, Nids.

Schatzmeisterin:

Felicia Zeller

Felicia Zeller hat sich vor allem als Dramatikerin einen Namen gemacht, tritt aber auch in eigenen Kurzfilmen in Erscheinung, ihr Kurzprosa-Debüt „Einsam lehnen am Bekannten“ wurde 2009 mit dem Clemens-Brentano-Preis ausgezeichnet.

2020 erhielt sie den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für ihr „vorliegendes dramatisches Gesamtwerk“, darunter das metadokumentarisch-schräge Bühnenwerk „Bier für Frauen“ (2001), „Kaspar Häuser Meer“, eine Untersuchung der Jugendsozialarbeiterpsyche mit den typisch zellerschen Mitteln der Groteske (Publikumspreis bei den Mülheimer Theatertagen 2008) und „X-Freunde“ (2013 in der Kritikerumfrage von Theater heute zum besten deutschsprachigen Stück gewählt). Ihr neustes Stück „Der Fiskus“ (uraufgeführt am Staatstheater Braunschweig im Januar 2020) wurde zu den Mülheimer Dramatikertagen 2020 eingeladen, die coronabedingt nicht stattfinden konnten. Die ÖEA ist geplant am Burgtheater Wien im Februar 2021. Zeller studierte Film und Medien an der Filmakademie Baden-Württemberg und lebt in Berlin-Tempelhof.

weitere vorstandsmitglieder:

 

Paul Brodowsky

Paul Brodowsky studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Er hat zehn Theaterstücke verfasst, die unter anderem an der Berliner Schaubühne und den Münchner Kammerspielen uraufgeführt wurden. In der Spielzeit 2012/13 war er Hausautor am Theater Freiburg. Neben Theatertexten schreibt er Essays und Prosa. Für sein literarisches Schreiben erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. Aufenthaltsstipendien in New York und Los Angeles (Villa Aurora), sowie den Preis der Frankfurter Autorenstiftung und den Förderpreis zum Nicolas-Born-Preis. Seit 2013 hat er eine Professur für „Dramentechnik“ im Studiengang Szenisches Schreiben an der Universität der Künste, Berlin. Er lebt und arbeitet als freier Autor in Berlin.

 

Ulrike Syha

Nach einem Studium der Dramaturgie in Leipzig und einer längeren Assistenz-Zeit am Schauspiel Leipzig lebt Ulrike Syha heute als freie Autorin und Übersetzerin von englischsprachiger Dramatik (Martin Crimp, Caryl Churchill, Ahlam u.a.) in Hamburg. Sie war Hausautorin am Nationaltheater Mannheim (2009 / 2010) und Writer-in-Residence in Nanjing (China), Vilnius (Litauen), Novo Mesto (Slowenien) und anderen Städten. Ihre Stücke wurden zwei Mal zu den Mülheimer Dramatiker-Tagen eingeladen. 2018 erhielt Ulrike Syha für ihr Stück „Drift“ den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts, 2019 einen der Hamburger Literaturpreise für ihr Stück „Der öffentliche Raum“. Ab November 2020 ist ihr neuestes Stück „Das Institut“ am Oldenburgischen Staatstheater zu sehen. Ulrike Syha war von 2014 bis 2019 Koordinatorin bei EURODRAM und hat 2018 / 2019 die Weiterbildung Theatermanagement an der LMU München absolviert. 2020 war sie Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst.

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